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Von der Idee zur Skizze (Fortsetzung)

January 7, 2016

Blick hinter die Kulissen: Design (Fortsetzung)

 

 

Nach dem ersten Teil des Interviews mit Goldschmied und Designer Alexander Molz folgt nun der zweite Part. Freuen Sie sich auf weitere interessante Einblicke in das Thema Schmuckdesign. 

 

 

Bis ein neues Modell entwickelt ist, durchläuft es einen langen Prozess. Wie geht ihr beim Entwurf eines Schmuckstücks vor? 

 

Am Anfang jedes neuen Schmuckstücks steht die Idee, die wir gemeinsam im Team entwickeln. Auf Grundlage von handgezeichneten Skizzen wird dann in unserer Goldschmiede das erste Modell von Hand angefertigt. Meistens bleibt es nicht bei einem einzigen, sondern es folgen zahlreiche Anpassungen und Varianten – bis das Ergebnis perfekt ist. Erst dann wird das neue Modell in die Kollektion aufgenommen. Dieser Prozess kann mitunter einige Zeit dauern. Die Entwicklung unserer filigranen Wickelringe aus der „Wave“-Kollektion hat zum Beispiel viel Zeit in Anspruch genommen. Aber es war definitiv die Mühe wert! 

Natürlich nutzen wir für das Design neben den handgearbeiteten Modellen auch moderne Technik. Mithilfe des Computers kann man komplexe Konstruktionen bis ins Detail entwerfen. Das erweitert unsere kreativen Möglichkeiten enorm! 

 

 

Welche Vorteile bringt die Arbeit mit externen Designern?

 

Die Kooperation mit externen Designern ist sehr hilfreich, um neuen Input von außen zu bekommen und andere Perspektiven kennenzulernen. So entstehen durch inspirierende Gespräche ungewöhnliche Ideen, die dem Thema Perle immer wieder neue Dimensionen verleihen. Deshalb schätzen wir die Arbeit mit unseren Designpartnern sehr. 

 

 

Was muss man beim Design eines Schmuckstücks beachten? Welche Herausforderungen muss man meistern?

 

Die Arbeit mit Perlen bringt einige Herausforderungen mit sich. Es gilt zuallererst die technischen Einschränkungen zu berücksichtigen: Da Perlen keine Hitze vertragen, darf zum Beispiel nicht gelötet werden. Zudem sollte die Perle so wenig wie möglich beschädigt werden, aber dennoch sicher im Schmuckstück verankert sein. Da muss man jederzeit bereit sein, umzudenken und neue Lösungen zu entwickeln. Neben diesen technischen Vorgaben, gilt es auch bei der Ästhetik vieles zu beachten: Unsere größte Herausforderung ist es, die Perlen harmonisch mit anderen wertvollen Materialen wie Gold und Diamanten zu verbinden. Die Farben und Formen müssen perfekt zueinander passen, um die verschiedenartigen Materialen ästhetisch miteinander zu kombinieren. Ist uns dies gelungen, entstehen faszinierende Schmuckstücke voll spannender Kontraste, die auch mich immer wieder aufs Neue begeistern – und das, obwohl ich jeden Tag damit arbeite.

 

 

Was gefällt dir an der Aufgabe des Designers am besten? 

 

Was mich an der Designentwicklung am meisten fasziniert, ist das grenzenlose Arbeiten. Nirgends ist man so frei, wie in der kreativen Aufgabe, ein neues Design zu entwerfen. Nur indem man die bekannten Grenzen überwindet und seiner Fantasie freien Lauf lässt,  kann man etwas wirklich Neues erschaffen. Natürlich ist das sehr herausfordernd, aber es macht die Aufgabe gleichzeitig unheimlich interessant und spannend. Denn so können wir das Thema Perlenschmuck immer wieder neu und überraschend interpretieren.

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